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Restauration eines E9 - 3,0 CS .......oder doch offener Ausgang?

Der ein oder andere mag die aktuelle "Kaufberatung" in der Mai-Ausgabe (2010) der "Oldtimer-Markt" gelesen und studiert haben........und vielleicht oder gerade aus diesen Hintergünden heraus diejenigen für verrückt erklären, die sich nun noch an einen solchen Klassiker herantrauen.....aber ist es nicht genau das, was den Reiz ausmacht???


Der E9 hat mich schon seit eh und je angelächelt. In den zurückliegenden Jahren habe ich mir auch bereits den ein oder anderen als Restaurationsbasis angeschaut..... Dabei bereits viel Verdorbenes gesehen, wurde zum Einstieg in die Restaurationsklasse bereits auch schon Erstaunliches aufgerufen...."heiß"....gaaaanz "heiß" ......bisher immer der Gedanke: "Finger weg"!

Ein Freund eines BAUR-Forumskamaraden hatte dann im Frühjahr einen E9 als Restauartionsbasis anzubieten. So gestaltete sich daraus zunächst ein mail-Kontakt, erste Telefonate betreffend des E9. Anfang Mai 2010 erreichten mich dann erste Bilder des E9, aufgenommen im halbschattigen Tiefgaragenplatz. Sehr aussagekräftig war dieses nicht, ließ allerdings viel Spielraum für erahnendes Geschick. Es folgte eine erste ausführliche Fahrzeugbesprechung via "Draht" mit dem Besitzer, weitere Bilder per mail, daraufhin Vereinbarung eines Besichtigungstermins im E9-beheimatenen Dortmund, nachdem der Verhandlungsrahmen für beide Seiten definiert wurde.

Habe mir dann das Fahrzeug sehr genau angeschaut und ja: .....erste Ernüchterung machte sich wieder breit.

Der Vorderwagen machte einen wirklich guten Eindruck, Problemzonen dieses Fahrzeuges eher ab A-Säule rückwärts, und von dort jeweils in die Richtung von Himmel und Erde. Problem des Problems: Alles nicht sehr sicher einzugrenzen, wie tiefreichend da die Probleme tatsächlich sein werden. Nach knapp drei Stunden Aufenthalt und einordnendem Gespräch habe ich Dortmund dann wieder verlassen. Eine Woche später nach etwas Recherche und Abwägung nochmals Kontakt per e-mail.....und schon wenig später einen erneuten Termin in Dortmund vereinbart.

Und so kam es, dass ich am 27.05.2010 einen E9 aus Dortmund in den Landkreis Celle überführt habe:

     

Zu den Grunddaten des Fahrzeugs:

Es ist ein 3,0 CS mit EZ aus 6/1975. Im Fahrzeug war mit Übernahme allerdings kein 3,0 eingebaut, sondern der 2,5 mit 150 PS......dieser leider mit angeschlagener Ölwanne. Die Echtbelederung der Innenausstattung war hinüber. Die auf den Fotos fehlende vordere Stoßstange ist vorhanden und wurde im Fahrzeug mit überführt.

Am Folgetage dann erste Bilder mit mehr Einblick - auf den Fotos fehlende Leisten oder gelöstes Inventar ist auf die Besichtigung zurückzuführen:

   

 

       

 

   

Der CS ist nun erst mal "weggestellt", bis es für ihn den adäquaten Platz zum Werkeln in der Halle gibt.

Allem hier nun Folgendem nehme ich vorweg:

Es ist ein "offenes" Projekt. Was mit dem CS passieren wird, wird durch den weiteren Weg und den dabei etwaig auftretenen Hindernissen oder den ans Tageslicht beförderten Tatsachen bestimmt. Die Richtung sollte sich dann ergeben, wenn ich den CS komplett runtergebaut habe. Insgesamt lasse ich mir bei diesem Projekt auch ordentlich Zeit......

Im November 2010 ergab sich bei der Gelegenheit, einen brauchbaren Heckdeckel aufzutreiben, sodann zunächst erstmal die Gegebenheit, dass ein zusätzlicher CS meine Stellflächen füllte. Dieser allerdings als von vornherein feststehende Ersatzteilegwinnung........also eine sog. Schlachteplatte:

 

       


 


 


 

       


 


 


 

       


 


 


 

       


 


 

.......der Rest der Schlachtung

Nach circa 4 Wochen war dann auch die Schlachtung des blauen CS abgeschlossen. Einige brauchbare Teile konnten dabei gerettet/gewonnen werden.  Welche Teile und ob überhaupt Verwendung für das E9-Projekt finden werden, wird sich sodann alsbald mit Demontage des Projekts ergeben....

05.01.2011........"Rolling in" für den Projekt-E9:

 

       
         

Es ging dann auch unmittelbar an die Demontage:

 

       
         
       
         

 

 

   

Die Demontagearbeiten waren sodann Ende Januar 2011 abgeschlossen, sodass ich zunächst vor Aufnahme der Blecharbeiten damit beginnen konnte, einen stützenden Hilfsrahmen in die Zelle einzubringen.

Bei der Demontage haben sich bereits eindeutige Korrosionsschäden aufgezeigt, deren Instand-setzung ein stützendes Element benötigen dürften.......

   


 


 


Erste Stahlrohre habe ich somit Anfang Februar 2011 eingeschweißt:

   

13.01.2012:

Eine Entscheidung ist gefallen. Das Projekt ist beendet worden.....andere stehen an....

   


 


 


 

 

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